Lochkamera aus Bierdosen

Am 5. Oktober fand im KULTURLABOR.sh der zweite Workshop zur Lochkamera-Fotografie statt – diesmal mit Lochkameras aus Bierdosen.
Da alle Teilnehmenden bereits am ersten Kurs mit der Tabakdosen-Lochkamera dabei gewesen waren, konnte auf eine lange Einführung verzichtet werden. Nachdem kurz auf die Unterschiede zwischen Tabakdose und Bierdose hingewiesen worden war – etwa in Bezug auf Format und Handhabung – wurde gezeigt, wie das Fotopapier korrekt eingelegt und nach der Belichtung wieder entnommen wird.

Dann ging es los:
Mit ihren 4 geladenen Dosenkameras zogen alle hinaus, suchten sich neugierig Motive und begannen mit den ersten Testbelichtungen. Ich hatte die Belichtungszeit auf etwa 30 Sekunden bis zwei Minuten geschätzt – doch das Herbstlicht zeigte sich deutlich kräftiger, als erwartet. Viele Negative waren deshalb zunächst überbelichtet.

Bei der zweiten „Fotopirsch“ reagierten alle spontan und passten die Zeiten an. Die Belichtungen wurden nun auf fünf bis zwanzig Sekunden verkürzt – und siehe da: Beim anschliessenden Entwickeln im Fotolabor kamen fein abgestufte, detailreiche Negative zum Vorschein.

So wurde der Workshop nicht nur zu einem Experiment mit Licht und Zeit, sondern auch zu einer lebendigen Übung im Beobachten, Einschätzen und spielerischen Lernen – ganz im Sinne des „Slowly“-Gedankens.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen TeilnehmerInnen und freue mich, euch an den nächsten Workshops wieder begrüssen zu dürfen.