Über mich

Ich bin Felix Maurer (1965) – Künstler, Fotograf, Kursleiter aus Schaffhausen. Ursprünglich arbeitete ich als Arbeitsagoge mit Menschen mit Behinderung; seit meiner Pensionierung betreibe ich mit Herzblut meine Slowly‑Projekte. Mich fasziniert die langsame, experimentelle Fotografie – das Arbeiten mit Licht, Zeit und Zufall.

1987 hielt ich meine erste Kamera in den Händen. Zwei Monate später richtete ich mein erstes Fotolabor in meinem Badezimmer ein. Seither begleitet mich das Spiel mit Chemie, Papier und Licht – ein stilles Forschen zwischen Handwerk und Staunen.

In den 1990er-Jahren absolvierte ich die Ausbildung bei der GAF 23 (Gruppe autodidaktischer Fotografen)  in Zürich und zeigte erste Arbeiten in der Ausstellung «Zwischen Ohren» im All, Zürich. Ein Workshop bei Ilan Wolf 1998 öffnete mir den Blick für die Lochkamera – und seither baue ich eigene Kameras, suche neue Wege und Materialien, und erforsche, was Fotografie jenseits von Schärfe und Perfektion bedeuten kann.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Cyanotypie. Dieses alte, blaue Druckverfahren lässt mich Licht sichtbar machen – auf Papier, Stoff, Holz. Ich arbeite mit Blättern, Licht und Schatten, mit natürlichen Tonungen und spontanen Reaktionen. Jedes Bild entsteht langsam – und erzählt von Zeit, Veränderung unddem Zufall.

Slowly ist für mich mehr als ein Name. Es ist eine Haltung: langsam statt schnell, umperfekt statt makellos. Ohne Leistungsdruck. Ich glaube, dass Kunst vom Machen kommt – nicht vom Können.

2024 habe ich Slowlyportraits entwickelt – analoge Porträts mit einer Rollfilm-Lochkamera, festgehalten auf Film und geteilt auf Instagram. Im selben Jahr entstand meine Afghan Box Camera, mit der ich bei Veranstaltungen arbeite – eine kleine, magische Kamera mit eingebautem Fotolabor.

Ebenfalls 2024 eröffnete ich die Offene Dunkelkammer im KULTURLABOR.sh in Schaffhausen. Dort biete ich regelmässig Workshops unter dem Motto «Zeichnen mit Licht» an. Ein Ort des Machen, Experimentierens und Teilens – für alle, die Lust haben, sich auf das langsame Sehen einzulassen.